Das grüne Klassenzimmer


Von seiner ursprünglichen Bedeutung her, ist ein ‚Grünes Klassenzimmer‘ ein von dem Schulhof abgegrenzter Bereich, in dem im Sommer Schulklassen Unterricht im Freien durchführen können. Meist sind auf dem Außengelände Sitzgelegenheiten für eine ganze Klasse angelegt.

Es steht der Wunsch dahinter, die bäuerliche Kulturlandschaft mit ihren Bauerngärten wieder zu beleben und Kindern begreifbar zu machen. War es früher selbstverständlich, dass Naturerlebnisse zum Alltag von Kindern und Jugendlichen gehören, gibt es heutzutage immer mehr Kinder, denen der unmittelbare Zugang verschlossen ist.

Die Lebensräume der Natur sind aber ein idealer Lern- und Spielort, die ausgezeichnete Bedingungen bieten für eine nachhaltige Bildungsarbeit.  Ein grünes Klassenzimmer kann begeistern für ökologische, soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge. Es will anregen, über die Themen Wasser, Landschaft und Landwirtschaft nachzudenken und die Umwelt aktiv mit zu gestalten.

Die Schüler bekommen die Möglichkeit durch Beobachten, Anfassen oder Schnuppern viel über unsere heimische Flora und Fauna zu erfahren.

 

Wir möchten, dass

… Kinder für die Belange von Natur und Umwelt sensibilisiert werden.

… Kinder Natur aktiv und mit allen Sinnen erleben.

… umweltpädagogische Netzwerke im Heimatraum weiter ausgebaut werden.

… Problembewusstsein für regionale und überregionale Fragen des Naturschutzes stärken.

… Kindern in einem naturnahen Wohn- und Arbeitsumwelt aufwachsen.

… Kinder nicht nur fernsehen, sondern neugierig werden auf die Welt vor ihrer Haustür.

… die Gestaltungskompetenz gefördert und die Bereitschaft der Schüler erhöht werden soll, persönliche Eigenverantwortung zu übernehmen.

…  den Kindern die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit sowie Sozialkompetenz vermitteln.

Die umweltpädagogische Arbeit steht auf 4 Säulen


1. Natur erleben:

 

sehen, riechen, schmecken, hören, tasten, fühlen, genießen

2. Natur wahrnehmen:

 

untersuchen, messen, erkennen, beachten

3. Natur begreifen:

 

matschen, werken, kreativ sein

4. Natur bewahren:

 

gestalten, pflegen, schützen


Unterricht im Freien ist immer etwas Besonderes. Vor allem, wenn man dabei spielerisch den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur lernen kann. Die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist der Grundstein für das Umdenken und Handeln im täglichen Leben. Damit kann man nicht früh genug beginnen, am besten im Grünen Klassenzimmer – ein Erlebnisunterricht unter freiem Himmel.

Dabei wollen wir Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die faszinierende Vielfalt verschiedener Lebensräume und ökologischer Zusammenhänge geben. Zentrale Elemente sind dabei: Handlungsorientierung, respektvoller Umgang mit Lebewesen und Anbahnung eines Verantwortungsbewusstseins, Wissensvermittlung der Biologie verschiedener Arten, Einbeziehen verschiedener Sinne, Erreichen von positiven Einstellungen und Emotionen gegenüber Kleintieren und die Begegnung mit dem Original in seiner direkten Umgebung  – immer geht es neben der Wissensvermittlung auch darum, soziale, kommunikative und emotionale Kompetenzen zu fördern.

 

 

In unmittelbarer Nähe unseres grünen Klassenzimmers wurde bereits eine Naschecke mit Erdbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren angelegt. Auch eine Kräuterspirale befindet sich dort.

Duftrosen und ein Lavendelbeet sollen den Riechsinn ansprechen.

Eine Klang- und Fühlstation ist noch in Planung